Ist Zitronenkonzentrat als Entkalker zweckmäßig?

Zitronenkonzentrat
Zitronenkonzentrat als Entkalker?

Jeder kennt wohl die kleinen, gelben Plastikfläschchen mit Zitronenkonzentrat. Sie sind ganz praktisch, wenn man mal wieder frische Zitronen beim Einkaufen vergessen hat und für den Salat, den Fisch oder Erfrischungsgetränke eigentlich Zitronensaft bräuchte. Da sind sie bequem, schnell zur Hand und man spart sich das Auspressen.  Doch immer wieder stößt man in verschiedenen Foren auf den Tipp Zitronenkonzentrat als Entkalker nutzen zu können. Was ist da dran und taugt das umgangssprachlich auch manchmal Gummizitrone genannte Zitronenkonzentrat zum Entkalken?

Laut Beipackzettel besteht solch ein Zitronenkonzentrat aus Wasser, 20 Prozent (Bio-)Zitronensaft, Säuerungsmittel Zitronensäure und Aromen. Es sollte sich also aufgrund der darin befindlichen Zitronensäure (auch der Zitronensaft enthält ja 5-7 Prozent Säure) durchaus als Entkalker eignen. Deshalb habe ich einfach einmal einen kleinen Versuch unternommen und meine Armaturen an der Badewanne mal absichtlich längere Zeit nicht gereinigt. Wie man auf dem  Foto klar sehen kann,  hat sich auf diesen wunderschönen 70er-Jahre-Armaturen 😉 schon einiges an Kalk abgesetzt.

Armatur verkalkt

Armatur vor dem Entkalken mit Zitronenkonzentrat

Dann habe ich ein feuchtes Tuch genommen und das Zitronenkonzentrat pur darauf gegeben. Nach dem gründlichen Abwischen der Armaturen kann man sehen, dass die Kalkablagerungen zwar noch nicht verschwunden, aber deutlich weniger geworden sind. Es scheint also durchaus als Entkalker einsetzbar zu sein, wobei natürlich das mechanische Abreiben auch seinen Anteil am Ergebnis hat. Aber ich hatte zumindest das Gefühl, dass sich die Ablagerungen einfacher lösen.

Armatur entkalkt

Armatur nach dem Entkalken mit Zitronenkonzentrat

Nun liest man auch ab und zu, dass manche Leute das Konzentrat zum Entkalken ihrer Kaffeemaschine einsetzen. Wenn ich aber wie oben beschrieben sehe, dass wider Erwarten „echter Zitronensaft“  darin enthalten ist, werde ich etwas unsicher.  Denn dieser enthält außer Zitronensäure ja unter anderem auch ätherische Öle und Pektin. Und ob diese zusätzlichen Inhaltsstoffe den Dichtungen und anderen Innereien einer Kaffeemaschine gut tun, wage ich zu bezweifeln.

Zitronenkonzentrat ist sicherlich eine Alternative, wenn man mal eben seine Fliesen, Armaturen oder vielleicht auch den Wasserkocher entkalken möchte. Für eine Kaffee- oder Espressomaschine sollte man aber meiner Meinung nach eher zu anderen Entkalkern wie z.B Durgol greifen.

Unser Tipp: Greife lieber zu Durgol 😉

2 Antworten

  1. Pope sagt:

    Was Entkalker betrifft, gibt es ein Mittel, welches ideal für absolut alles ist, was Kalk ansetzen kann… Ob nun Wasserkocher, Wasch- oder Kaffeemaschine, Urinstein im WC, verkalkte Armaturen oder sonstwas. Sogar hartnäckigen Schmutz, wie z.B. festgebrannter Dreck am Motorradauspuff geht damit mühelos runter, wenn man eine übersättigte Lösung darauf gibt und das stellenweise mit einem Bunsenbrenner erhitzt und dann noch warm mit einem Lappen abreibt. Die Lösung heißt Amidosulfonsäure… Diese ist nicht nur sechsmal stärker, zehnmal effektiver und viel schneller als Zitronensäure oder Essig, sondern verhält sich gleichzeitig auch noch deutlich schonender gegenüber Metallen (vor allem Aluminium) und greift Dichtungen nicht an. Dazu ist das Mittel äußerst billig. 25 kg kosten um die 40 – 50 Euro und 15 g (!) pro Liter machen auch dem fiesesten Kalk den Garaus. Also Finger weg von irgendwelchen superteuren Entkalkern, die in der Regel selbst nichts anderes als Zitronen- und/oder Amidosulfonsäure enthalten… Zum zwanzigfachen Preis, versteht sich. Amidosulfonsäure hat unzählige Vorteile, wie z.B. schonend gegenüber Metallen, geruchs- und geschmacksneutral, anwendbar auch in kaltem Wasser und und und… lest selbst online nach! Einmal 25 kg gekauft und die nächsten 20 – 40 Jahre gibt es keinerlei Sorgen mehr mit Kalk und ihr habt hunderte bis tausende Euro gespart! Ein Kollege hat sich tausendmal bedankt, weil er seine Waschmaschine nach etlichen Versuchen, sie zu entkalken, wegschmeißen wollte. Ich gab ihm 50 g Amidosulfonsäure und das Ding funktioniert wieder wie neu!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

83  −  73  =  

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.