Warum müssen wir überhaupt entkalken?

Im letzten Artikel haben wir erfahren, wie der Kalk ins Wasser kommt. Dies ist eigentlich eine sogenannte gesättigte Lösung, d.h. der Kalk bleibt unter normalen Umständen ein Bestandteil des Wassers. Nach der Aufbereitung im Wasserwerk kommt also dieses kalkhaltige Wasser durch unsere Leitungen ins Haus. Wenn man nun dieses Wasser erhitzt dann verwandelt sich der im Wasser gelöste Kalk wieder zu Kalkstein. Bei der Erwärmung entweicht nämlich das Kohlendioxid wieder aus dem Wasser. Weniger Kohlendioxid bedeutet dann natürlich auch weniger Kohlensäure. Das Mittel, das den Kalk im Gestein gelöst hatte, verschwindet also immer mehr. Dadurch entsteht ein Ungleichgewicht zwischen dem Kalk und der Kohlensäure. Der Kalk trennt sich aus der Verbindung mit dem Wasser und wird wieder fest. Der Chemiker bezeichnet diesen Vorgang als Ausfällung.

Dieser Vorgang findet verstärkt statt, sobald das Wasser eine Temperatur von 55 bis 60 Grad Celsius erreicht. Man kann sich also zum Beispiel vor zu starker Verkalkung der Geräte schützen, wenn man die Betriebstemperatur unter dieser kritischen Grenze hält. Dies ist beispielsweise bei modernen Heizungen ohne Probleme möglich. Doch leider kann man diese einfache Maßnahme nicht überall anwenden. Eine Kaffeemaschine, die den Kaffee nur mit 60 Grad Wassertemperatur erzeugt, produziert dabei nur eine warme Brühe.

Am liebsten lagert sich der Kalk z.B. in unseren Kaffeemaschinen an der Wand, am Boden oder an den Heizspiralen ab. Alle Geräte mit solchen Heizspiralen, wie zum Beispiel Kaffeeautomaten, Wasserkocher, Waschmaschinen usw. werden dadurch übrigens zu wirklichen Stromfressern, denn erst einmal muss Energie aufgewendet werden, um den Kalk zu erhitzen, bevor dann das Wasser erwärmt wird. Auch metallische Leitungen und Ventile setzen sich im Laufe der Zeit durch den abgelagerten Kalk zu.

Also sollte man den abgesetzten Kalk ab und zu wieder auflösen. Dazu benutzt man in der Regel einen entsprechend geeigneten Entkalker.

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